Dr. Mirjam Wenzel

Mirjam Wenzel ist Direktorin des Jüdischen Musuems Frankfurt und Honorarprofessorin für Jüdische Studien am Seminar für Judaistik der Goethe-Universität Frankfurt

Sie studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft sowie Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und der Tel Aviv University. Anschließend arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie war an der Edition der Werke Siegfried Kracauers beteiligt und verfasste ihre Dissertation über den deutschsprachigen Holocaust-Diskurs der 1960er Jahre. Das Buch erschien 2009 unter dem Titel Gericht und Gedächtnis. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit arbeitet sie als Ausstellungskuratorin beratend und gestaltend an Jüdischen Museen und anderen Kultureinrichtungen.

Mirjam Wenzel ist Autorin und Mitherausgeberin von Büchern und Ausstellungskatalogen zur deutsch-jüdischen Kunst-  und Kulturgeschichte. Zu ihren Veröffentlichungen zählen Aufsätze, Essays und Blogbeiträge zu kulturtheoretischen, ästhetischen und museologischen Fragen, zur Repräsentation des Holocaust in Bildender Kunst, Fotografie und Film sowie zur Kritischen Theorie – insbesondere zu Siegfried Kracauer, Theodor W. Adorno und Hannah Arendt.

In der Lehre unterrichtet Mirjam Wenzel objekt- und ausstellungsbezogene Themen im Bereich der jüdischen Geschichte der Neuzeit sowie der Gegenwart, regelmäßig auch verbunden mit praktischen Übungen.
Judaistik Mirjam Wenzel Profil

Kontakt

Jüdisches Museum Frankfurt
Bertha-Pappenheim-Platz 1
60311 Frankfurt am Main
Tel.: +49/69/212 30481

Mail: mirjam.wenzel@stadt-frankfurt.de

Website: www.juedischesmuseum.de

Sprechstunde: nach Vereinbarung

Seit 01/2016
Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt

Seit 06/2024
Chair of the Board, Association of European Jewish Museums

Seit 04/2019
Honorarprofessorin an der Goethe-Universität Frankfurt

10/2020-07/2021
Gastprofessorin an der Bauhaus-Universität

10/2007 – 12/2015
Leiterin der Medienabteilung am Jüdischen Museum Berlin

06/2009
Verleihung des Doktors für Philosophie mit Prädikat durch die Ludwig-Maximilians-Universität München

03/2001 – 09/2007
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München  

06/2000 – 02/2001
Promotionsstudentin am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin

06/2000 – 09/2007
Freiberufliche Kuratorin

06/2000
Hochschulabschluss (Magistra Artium) im Fachbereich Geisteswissenschaften an der Freien Universität Berlin

09/1995 – 04/1996
Gasthörerin am Minerva Institute for German History der Tel Aviv University und freie Mitarbeiterin bei der Friedrich Ebert Stiftung in Tel Aviv

10/1992 – 06/2000
Magisterstudium Allgemeine und Vergleichende Literatur-wissenschaft, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft sowie Politikwissenschaft an der Freien Universität, Berlin

  • Gericht und Gedächtnis. Der deutschsprachige Holocaust-Diskurs der sechziger Jahre. Göttingen 2009.
  • Die Frauenbewegung in Israel. Tel Aviv 1996 (Publikation der Friedrich Ebert Stiftung) / engl. u.d.T.: The Women's Movement in Israel. Tel Aviv 1997 (Publikation der Friedrich Ebert Stiftung).
  • mit Erik Riedel, Sara Soussan, Im Angesicht des Todes / In the Face of Death. Leipzig 2024.
  • mit Kuba Szreder, Natalia Romik, Alexandra Janus, Katja Janitschek, Architekturen des Überlebens. Reflexionen zur Ausstellung Hideouts von Natalia Romik / Hideouts. The Architecture of Survival. Berlin 2024.
  • mit Christian Wiese, Stefan Vogt, Tobias Freimüller, Doron Kiesel, Gury Schneider-Ludorff, Das jüdische Frankfurt – Zerstörung und fragiler Neuanfang 1933 bis 1990. München 2024.
  • mit Johannes Praetorius-Rhein, Erik Riedel, Lea Wohl von Haselberg, Ausgeblendet – Eingeblendet. Eine jüdische Filmgeschichte der Bundesrepublik / Out of and in Fokus. A Jewish film history of West Germany. München 2023.
  • mit Christian Wiese, Stefan Vogt, Doron Kiesel, Gury Schneider-Ludorff, Das jüdische Frankfurt – von der Emanzipation bis 1933. München 2023.
  • mit Eva Atlan, Zurück ins Licht. Vier Künstlerinnen – Ihre Werke. Ihre Wege / Back into the Light. Four Women Artists – Their Works. Their Paths. Berlin 2022
  • mit Erik Riedel, Max Czollek, Rache. Geschichte und Fantasie / Revenge. History and Fantasy. München 2022.
  • mit Eva Atlan, Felicitas Heimann-Jelinek, Michaela Feuerstein-Prasser, Die weibliche Seite Gottes. Visuelle Darstellungen einer verdrängten Tradition / The Female Side of God. Visual Representations of a Surpressed Tradition. Bielefeld, Berlin 2020.
  • mit Atina Grossmann, Kata Bohus, Werner Hanak, Unser Mut. Juden in Europa 1945-48 / Our Courage. Jews in Europe 1945-48. München 2020. 
  • mit Fritz Backhaus, Sabine Kößling, Jüdisches Frankfurt. Von der Aufklärung bis zur Gegenwart. Katalog zur Dauerausstellung des Jüdischen Museums Frankfurt, Bd 2 / Jewish Frankfurt. From enlightment until today. Catalogue of the permanent exhibition of the Jewish Museum Frankfurt, vol. 2. München 2020
  • mit Benno Hafenegger und Türkân Kanbiçak, Extremismusprävention durch kulturelle Bildung. Das Projekt »AntiAnti - Museum Goes School« an berufsbildenden Schulen. Frankfurt 2018. 
  • mit Erik Riedel, Ludwig Meidner. Expressionismus, Ekstase, Exil / Expressionism, Ecstasy, Exile. Berlin 2018.
  • mit Fritz Backhaus, Raphael Gross, Sabine Kößling, Die Frankfurter Judengasse: Geschichte, Politik, Kultur. Katalog zur Dauerausstellung des Jüdischen Museums Frankfurt / The Judengasse in Frankfurt. Catalogue of the permanent exhibition of the Jewish Museum Frankfurt. München 2016.  
  • mit Tsafrir Cohen und Avi Pitchon, Wonderyears: Über die Rolle des Nationalsozialismus und der Shoah in der heutigen Israelischen Gesellschaft / Wonderyears: New Reflections on the Shoah and Nazism in Israel. Berlin 2003. 
  • mit Annette Kinitz, novalog: New Media Experiences between Berlin and Tel Aviv. Berlin 2001.

  • »Vorwort«. In: Benno Hafenegger, Türkân Kanbiçak (Hgg.), Das Museum als Lern- und Bildungsort für Kinder und Jugendliche.  Zwei Outreach-Programme des Jüdischen Museums Frankfurt. Frankfurt/Main 2004, S. 6-8.
  • »Gegen Gewalt und Geschichtsvergessenheit«. In: Frank Dievernich, Jasmin Schülke, Paula Macedo Weiss (Hgg.), Demokratie gestalten. Eine Aufforderung zum Handeln. Frankfurt/Main 2024, S. 73-77.
  • »Einleitung. Das jüdische Frankfurt – Zerstörung und fragiler Neuanfang, 1933-1990«. In: Christian Wiese, Stefan Vogt, Tobias Freimüller, Mirjam Wenzel, Doron Kiesel, Gury Schneider-Ludorff (Hgg.), Das jüdische Frankfurt – Zerstörung und fragiler Neuanfang 1933 bis 1990. München 2024, S. 1-8.
  • »Vom postjüdischen Objekt zur Aufführung von Objekten. Roundtable-Gespräch mit Natalia Romik und Barbara Kirshenblatt«. In: Mirjam Wenzel, Kuba Szreder, Natalia Romik, Alexandra Janus, Katja Janitschek (Hgg.), Architekturen des Überlebens. Berlin 2024, S. 123-133.
  • »»Wir sind wütend, wir sind traurig«. Zur polarisierten Debatte um Antisemitismus und die Präzedenzlosigkeit der Schoa in Deutschland«. In: Paula-Irene Villa Braslavsky (Hg.). Polarisierte Welten. Verhandlungen des 41. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie 2022, URL: https://publikationen.soziologie.de/index.php/kongressband_2022/article/view/1769
  • »Mirjam Wenzel im Gespräch mit / in conversation with Wolfgang Lorch und Jörg Springer«. In: Jörg Springer, Manuel Aust (Hgg.), Das Synagogen-Projekt. Zum Wiederaufbau von Synagogen in Deutschland / The Synagogue Project.  On the Reconstruction of Synagogues in Germany. Zürich 2022, S. 153-169.


  • Im Angesicht des Todes (2024/25)
  • Goldener Apfel. Multimediale Ausstellung in einem Gewölbekeller aus der Judengasse (2024/25)
  • Natalia Romik. Architekturen des Überlebens. Geschichte – Kunst – Forensik (2024)
  • Reden Bewegen. Erinnerungskultur in der Paulskirche (2023/24)
  • Ausgeblendet / Eingeblendet. Eine jüdische Filmgeschichte der Bundesrepublik (2023/24)
  • Rache. Geschichte und Phantasie (2022)
  • Unser Mut. Juden in Europa 1945-48 (2021/22)
  • Die weibliche Seite Gottes (2020/21)
  • Wir sind jetzt. Jüdisches Frankfurt von der Aufklärung bis zur Gegenwart (Dauerausstellung im Rothschild-Palais, seit 2020)