Aktuelles

Publikation

Das Seminar für Judaistik gratuliert Prof. Dr. Elisabeth Hollender zur Publikation des Sammelbandes The Nuremberg Mahzor. History, Codicology, Liturgy and Art, Jerusalem: Magnes Press. Der von Dr. David Jeselson initiierte und gesponsorte Band enthält Beiträge zur Geschichte der Handschrift, der Kodikologie und Paläographie, Gebeten und Piyyutim, Piyyut-Kommentaren und zur Restauration der 1331 geschriebenen Handschrift.

Am 27. Juli 2025 fand in Jerusalem eine Buchpräsentation statt, der Video-Mitschnitt findet sich hier.

Hessischer Kulturpreis für Frankfurter Judaistin

Das Seminar für Judaistik gratuliert Honorarprofessorin Dr. Mirjam Wenzel zum Hessischen Kulturpeis 2025.  Prof. Dr. Wenzel erhält diesen Preis als Direktorin des Jüdischen Museum Frankfurt, daneben unterrichtet sie aber auch regelmässig an der Goethe Universität, so dass Studierende der Judaistik, aber auch anderer Fächer, die Möglichkeit haben, Einblick in die Forschung und Vorbereitung von Ausstellungen zu erhalten.

Doron Rosenberg Prize geht an Frankfurter Judaistin 

Wir gratulieren Prof. Dr. Rebekka Voß: der Dorothy Rosenberg Prize in Jewish Diaspora History der American Historical Association 2024 geht an das Buch „Sons of Saviors: The Red Jews in Yiddish Culture“ (University of Pennsylvania Press, 2023) von Rebekka Voß. Der Preis zeichnet das herausragendste wissenschaftliche Werk über die Geschichte der jüdischen Diaspora aus, das im vorangegangenen Kalenderjahr in englischer Sprache veröffentlicht wurde. Mehr zum Preis finden Sie hier.

Frankfurter Judaistin bei Staatspräsident Herzog

Am 7. August 2024 überreichten Prof. Elisabeth Hollender (Goethe Universitat) und Prof. Ephraim Shoham-Steiner (Ben Gurion University) im Rahmen eines Vortrags in der Residenz des Staatspräsidenten von Israel Andenken an die Archäologische Zone Köln an Präsident Herzog. Präsident Herzog war tief bewegt von der Geste und der Tatsache, dass trotz der gegenwärtigen Situation ein international anerkanntes Mitglied der deutschen Wissenschaft nach Israel kam, um ihre Forschung weiterzuführen und eine lange und fruchtbare wissenschaftliche Zusammenarbeit mit israelischen Kollegen fortzusetzen.

Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis für das Sommersemester 2026 online

Bitte beachten Sie die Anmeldefrist für alle Lehrveranstaltungen des Seminars für Judaistik bis zum 1. April 2026. Wir können nicht garantieren, dass Lehrveranstaltungen stattfinden, wenn es bis zum diesem Zeitpunkt keine Anmeldungen gibt. 

Das Kommentierte Vorlesungsverzeichnis finden Sie hier.

Studentische Werkstatt: Mittelhochdeutsche und altjiddische Quellen im Dialog (SoSe 2026)

Wie lassen sich mittelhochdeutsche und altjiddische Texte gemeinsam lesen – und was entsteht, wenn Studierende selbst die Initiative ergreifen? Für das Sommersemester 2026 haben Studierende der Germanistik und Judaistik eine studentische Werkstatt geplant, um genau das herauszufinden.

Im Zentrum steht ein interdisziplinäres Projekt, das Raum für eigenständiges Forschen und kollektives Arbeiten bietet: In einem wöchentlichen, autonom gestalteten Tutorium werden Quellen gemeinsam erschlossen und diskutiert. Ergänzt wird dies durch einen Workshop am 20. Mai mit Expert*innen aus ganz Deutschland sowie durch kleinere Exkursionen.

Ziel ist es, ein synoptisches Lesebuch zu erarbeiten, das zukünftigen Studierenden einen niedrigschwelligen Zugang zu diesen spannenden Texttraditionen ermöglicht. Gleichzeitig fördert das Projekt gezielt interdisziplinären Austausch, Vernetzung und eigenverantwortliches wissenschaftliches Arbeiten.

Die Werkstatt wird ermöglicht durch die Förderung des Projekts ProFil – Praxistorientiertes Forschen und Lernen des Zentrums Geisteswissenschaften, unterstützt durch den Nachlass Hilde Schuff.

Interessierte Studierende sind herzlich eingeladen, teilzunehmen!
Weitere Informationen finden sich im KVV oder über QIS.

Anmeldung unter: yhahn@em.uni.fankfurt.de


Filmclub am Seminar für Judaistik


Online-Kurse im Master Judaistik an der Tel Aviv University

Wir freuen uns, dass im Wintersemester 2025/26 das gemeinsame MA Programm Jewish Studies mit der Tel Aviv University startet. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Politisierung jüdischer Identität, welche häufig antisemitische Vorurteilen verstärkt, haben wir gemeinsam mit der TAU eine Reihe interdisziplinärer MA-Kurse zur jüdischen Kultur und Zivilisation von der Antike bis heute entwickelt.

Das internationale Masterprogramm ist in Deutschland, Israel und weltweit einzigartig und schafft in Zusammenarbeit mit der TAU einen neuen Rahmen an der GU, das Judentum in der Weltgeschichte auf Masterniveau zu studieren. Neben der Möglichkeit als Austauschstudent:in für ein Semester oder ein Jahr in Tel Aviv zu studieren, haben Studierende im MA Judaistik an der GU sowie der TAU in jedem Semester die Möglichkeit, hybride Kurse an der jeweiligen Partnerinstitution online zu besuchen und sich dafür CPs anrechnen zu lassen. Die Sprache der gemeinsamen Kurse ist englisch. An der GU sind neben dem Seminar für Judaistik auch die Jüdische Religionsphilosophie und die Religionswissenschaften an dem internationalen Programm beteiligt.

Bereits im Sommersemester 2025 fand ein gemeinsames Blockseminar „Early Modern Ashkenaz: Jewish Thought and Culture in the German Lands“ unter der Leitung von Prof. Dr. Rebekka Voß (Frankfurt) und Prof. Dr. Maoz Kahana (Tel Aviv) statt. Eine Gruppe Masterstudierender aus Israel war eine Woche im Rhein-Main-Gebiet zu Gast, um zusammen mit Frankfurter Student:innen hebräische, jiddische und deutsche Quellentexte zum jüdisch-christlichen Kulturkontakt im frühneuzeitlichen Deutschland zu diskutieren. Der besondere Mehrwert der Seminarsitzungen an historischen Orten in Frankfurt, Mainz, Worms und Michelstadt war ein vertieftes Verständnis räumlicher Kontexte und Konfigurationen des Zusammenlebens und Kulturtransfers.

Exkursion mit Blockseminar

Im Juni 2025 fand auf dem Ijsselmeer in den Niederlanden ein Blockseminar der Judaistik zum Thema "Reisen auf dem Wasser im Judentum vom Talmud bis zur Haskala" statt. Den Bericht finden Sie hier.

International Master Winterschool: "Presence and Absence" 

Am 17-23. Januar 2025 war die International Master Winterschool in Jewish Studies der University of Amsterdam in Kooperation mit der Open University Israel und der Sorbonne zu Gast am Seminar für Judaistik. Prof. Elisabeth Hollender, Max Holfelder und einige Master-Studierenden nahmen am Programm unter dem Titel "Presence and Absence" teil, das neben Seminaren von zehn verschiedenen Dozierenden auch Exkursionen in Frankfurt (z.B. Judaica-Abteilung der UB, Jüdisches Musem) und in die SchUM-Städte umfasste.

Exkursion mit Blockseminar

Fotos Exkursions Kleinwalsertal_4_smol
Im Januar 2025 fand in Haus Bergkranz ein Blockseminar in Kooperation von Judaistik und Islamischen Studien statt. Den Bericht finden Sie hier.