Dr. Marion Keller

Marion Keller ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Forschungsprojekt am Seminar für Judaistik der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der deutsch-jüdischen Geschichte, der Frauen- und Geschlechtergeschichte und der Wissenschaftsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert. Besonders interessiert sie sich für die Geschichte der jüdischen Frauenbewegung(en) und ihrer Akteurinnen, die Geschichte der jüdischen Sozialarbeit sowie für die Biografieforschung. In ihrer Forschung befasst sie sich außerdem mit der Geschichte von jüdischen Intellektuellen in sozialistischen und kommunistischen Bewegungen und Organisationen. 

Marion Keller promovierte über die Geschichte von Frauen in den Sozialwissenschaften. Ihre Dissertation Pionierinnen der empirischen Sozialforschung im Wilhelminischen Kaiserreich erschien 2018 im Franz Steiner Verlag, Stuttgart.

In der Lehre unterrichtet Marion Keller im Bereich der jüdischen Geschichte der Neuzeit. Ihre Seminare umfassen in der Regel Besuche in Archiven und die wissenschaftliche Arbeit mit Archivalien.


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Kontakt

Raum: SKW 01.A117
Telefon: +49 (0)69-798 23624
E-Mail: Keller@em.uni-frankfurt.de 

Sprechstunde: nach Vereinbarung

Akademische Berufstätigkeit

Seit 11/2019
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Diskurse über Mädchenhandel in modernen jüdischen Gesellschaften“, Seminar für Judaistik, Goethe-Universität Frankfurt am Main

04/2019 – 10/2019
Externe Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Seminar für Judaistik, Goethe-Universität Frankfurt am Main (Lehrauftrag)

10/2017 – 12/2018
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Sonderforschungsbereich 1095 „Schwächediskurse und Ressourcenregime“, Goethe-Universität Frankfurt am Main

10/2016 – 03/2018
Lehrbeauftragte, Evangelische Hochschule Darmstadt

10/2015 – 09/2017
Lehrbeauftragte, Fachbereich Soziale Arbeit & Gesundheit, Frankfurt University of Applied Sciences

10/2015 – 09/2016
Lehrbeauftragte, Fakultät für Sozialwesen, Hochschule Mannheim

10/2013 – 03/2015
Lehrbeauftragte, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt am Main

08/2013 – 09/2017
Externe Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Cornelia Goethe  Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse der Goethe-Universität Frankfurt am Main

08/2012 – 07/2013
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im HMWK-Projekt „Universitätsgeschichte als Sozialtopographie. Zur Geschichte des Frauenstudiums und weiblicher akademischer Berufswege an der Frankfurter Universität und außeruniversitären Forschungsinstituten“, Cornelia Goethe Centrum

2011 – 07/2012
Externe wissenschaftliche Mitarbeiterin, Cornelia Goethe Centrum

2005 – 2009
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Pionierinnen der empirischen Sozialforschung“, Cornelia Goethe Centrum

2001 – 2004
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Cornelia Goethe Centrum


Akademischer Werdegang

05/2013
Promotion (Dr. phil.), Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt am Main (Note: magna cum laude)

10/1994 – 01/2000
Studium der Soziologie, Neue und Neueste Geschichte und Psychologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Goethe-Universität Frankfurt am Main (Abschluss M. A., Note: sehr gut)

  • Pionierinnen der empirischen Sozialforschung im Wilhelminischen Kaiserreich. (Dissertation, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität zu Frankfurt am Main, 2013) Stuttgart: Steiner Verlag 2017.
  • Sozialwissenschaftlerinnen an der Universität Frankfurt. Eine Dokumentation des Lehrforschungsseminars (=CGC online papers 2). Frankfurt am Main: Cornelia Goethe Centrum 2017 (hrsg. mit Ulla Wischermann) (https://cgc.uni-frankfurt.de/?wpdmpro=cgc-online-paper-2).
  • Ausschließende Einschließung? Zur Geschichte von Frauen und Wissenschaft: Personen, Institutionen, Perspektiven (=CGC online papers 1). Frankfurt am Main: Cornelia Goethe Centrum 2017 (hrsg. mit Marianne Schmidbaur und Ulla Wischermann) (https://cgc.uni-frankfurt.de/?wpdmpro=cgc-online-paper-1).
  • erinnern, vergewissern, positionieren. 100 Jahre Ausbildung Soziale Arbeit in Mannheim. Mannheim: Selbstverlag 2016 (hrsg. mit Rainer Kilb, Richard Utz, Sara Pauli und Ralf Vandamme).
  • Weibliche Fürsorge e. V., Frauenvereinigung der Frankfurt-Loge, Jüdische Frauenvereinigung: Jüdische Frauenorganisationen in Frankfurt am Main, ihre Akteurinnen und sozialen Einrichtungen, 1900 bis 1938, in: Jahrbuch des Dubnow-Instituts 20, im Erscheinen.
  • Hidden figures? The role of women in early interpretive research in the United States and the German empire (gemeinsam mit Ursula Offenberger), in: Michaela Pfadenhauer, Margarethe Kusenbach (Hg.): ELGAR Handbook of Interpretive Research. Cheltenham (oder: Northampton, Massachusetts): Edgar Elgar Publishing, im Erscheinen.
  • Science oriented towards life: Ilse Seglow and her doctoral thesis on the society of actors (gemeinsam mit Adrian Jitschin), in: Stefanie Ernst, Valerie Dahl (Hg.): Dynamics of Gender Relations: Process-Sociological Perspectives. Palgrave MacMillan, erscheint März 2025.
  • „Rote Studentinnen“ an der Universität Frankfurt am Main: Zur politischen Partizipation von Studentinnen in Hochschulgruppen, in: Gabi Gumbel, Gabriele Pieri, Corinna Schneider, Sylvia Schraut (Hg.): Partizipation und Geschlecht: Handlungsspielräume von Frauen im 19. und 20. Jahrhundert. Sulzbach am Taunus: Ulrike Helmer 2023, S. 40–65.
  • „Gegen Faschismus und Hochschulreaktion“: Jüdinnen und Juden in linken Hochschulgruppen am Ende der Weimarer Republik, in: Ricardo Altieri, Bernd Hüttner, Florian Weis (Hg.): Die Arbeiter*innenbewegung als Emanzipationsraum (=Jüdinnen und Juden in der internationalen Linken Band 3). Berlin: Rosa Luxemburg Stiftung 2023, S. 59–68.
  • Bertha Pappenheim: Der Versuch einer Symbiose von Feminismus und Orthodoxie, in: Daniel Meis (Hg.): Die Heterogenität des Judentums in der Weimarer Republik. Biografische Zugänge (1918/1919–1933). Berlin: Logos Verlag 2022, 147–165.
  • Rote Studentengruppe(n) – Antifaschistische Organisierung an Universitäten in Deutschland, 1930 bis 1933, in: Arbeit – Bewegung – Geschichte, 21. Jg., Heft 2, 2022, S. 46–72.
  • Inklusion/Exklusion. Frauen an der Goethe-Universität, in: Birgit Sander, Gisela Stappert (Hg.): Frobenius – Die Kunst des Forschens. Petersberg: Michael Imhof Verlag 2019, S. 62–69.
  • Gruppenanalyse als politische Mission: Ilse Seglow (1900–1984), in: Gruppenanalyse, 29. Jg., Heft 2, 2018, S. 78–103.
  • Charlotte von Reichenau, in: Ilse Korotin, Nastasja Stupnicki (Hg.): Biografien bedeutender österreichischer Wissenschaftlerinnen. Wien u. a.: Böhlau Verlag 2018, S. 704–709.
  • „Wir fühlten uns sehr bedroht, aber wir hatten viel Mut“: Zur Vertreibung der Frankfurter ‚Roten Studentinnen' in der NS-Zeit, in: Ariadne – Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte, Heft 72, 2017, S. 16–25 (peer-reviewed).
  • Sozialwissenschaftlerinnen an der Universität Frankfurt am Main, in: dies. (Hg.): Sozialwissenschaftlerinnen an der Universität Frankfurt. Eine Dokumentation des Lehrforschungsseminars (=CGC online papers 2). Frankfurt am Main: Cornelia Goethe Centrum 2017, S. 2–7 (mit Ulla Wischermann). (https://cgc.uni-frankfurt.de/?wpdmpro=cgc-online-paper-2).
  • Mittendrin und doch nicht dabei. Frauen und Fürsorgewissenschaften in Frankfurt vor 1933, in: Marion Keller, Marianne Schmidbaur und Ulla Wischermann (Hg.): Ausschließende Einschließung? Zur Geschichte von Frauen und Wissenschaft: Personen, Institutionen, Perspektiven (=CGC online papers 1). Frankfurt am Main: Cornelia Goethe Centrum 2017, S. 21–37. (https://cgc.uni-frankfurt.de/?wpdmpro=cgc-online-paper-1).
  • Einleitung, in: Marion Keller, Marianne Schmidbaur und Ulla Wischermann (Hg.): Ausschließende Einschließung? Zur Geschichte von Frauen und Wissenschaft: Personen, Institutionen, Perspektiven (=CGC online papers 1). Frankfurt am Main: Cornelia Goethe Centrum 2017, S. 2–6 (mit Marianne Schmidbaur und Ulla Wischermann). (https://cgc.uni-frankfurt.de/?wpdmpro=cgc-online-paper-1).
  • Gertrud Dyhrenfurth, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon. Nachschlagewerk mit aktuellen Nachträgen, Band 38. Nordhausen: Verlag Traugott Bautz 2017, Sp. 326–352.
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerinnen an der Wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät, in: Bertram Schefold (Hg.): Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler in Frankfurt am Main, 3. erw. Auflage. Marburg: Metropolis 2016, S. 909–952.
  • Die Gründung der Sozialen Frauenschule Mannheim im Kaiserreich, ihre Entwicklung und Profilierung während der Weimarer Republik, in: Rainer Kilb, Richard Utz, Sara Pauli, Ralf Vandamme, Marion Keller (Hg.): erinnern, vergewissern, positionieren. 100 Jahre Ausbildung Soziale Arbeit in Mannheim. Mannheim: Selbstverlag 2016, S. 17–23, S. 29–36 und S. 44–47.
  • Frau Dr. rer. pol. Rosa Kempf: Wissenschaftlerin, Politikerin und Gründungsdirektorin des Frauenseminars für soziale Berufsarbeit, in: Ulrich Stascheit (Hg.): „Warum nur Frauen?“ 100 Jahre Ausbildung für soziale Berufe in Frankfurt am Main: Fachhochschulverlag 2014, S. 109–157.
  • Christine von Oertzen: Strategie Verständigung. Zur transnationalen Vernetzung von Akademikerinnen 1917-1955. Göttingen: Wallstein Verlag 2012, in: Feministische Studien, 2/2013, S. 356–359.
  • Bertha Pappenheim Map (Web-App, gemeinsam mit Rebekka Voß und Elianna Renner: digitale Stadtrundgänge zur Frankfurter Sozialaktivistin Bertha Pappenheim) (https://berthapappenheim.com/).
  • Die Bertha Pappenheim Map: Digitale Stadtrundgänge zum jüdischen Leben in Frankfurt am Main um 1900, in: Blog des Jüdischen Museum Frankfurt, 22. März 2022 (https://www.juedischesmuseum.de/blog/bertha-pappenheim-app/).
  • Bertha Pappenheim Map: Digital unterwegs auf den Spuren Bertha Pappenheims, in: Fachverband Judaistik / Jüdische Studien in Deutschland e.V., Newsletter Juni 2021 (gemeinsam mit Rebekka Voß).
  • Female sociologists in Norbert Elias’s circle of friends, in: Figurations. Newsletter of the Norbert Elias Foundation, Nr. 44, Februar 2016, S. 3–4 (http://norbert-elias.com/wp-content/uploads/2021/03/Figurations44.pdf).