19. Mai 2026, 16.15-17.45 Uhr, in Raum HZ 8,
Humboldt Fellow Dr. Oladele Ayorinde stellt sein aktuelles Forschungsprojekt vor:
The Sonic Logic of Migration: Fújì, African Popular Music and Urban Infrastructures in Frankfurt
Abstract: In this presentation, I reintroduce African popular music as a form of urban infrastructure that reshapes how migration, belonging, and cities are understood in contemporary Germany and Europe. Focusing on Fújì, a Nigerian urban popular music genre, I develop the concept of a ‘sonic logic of migration’—a way of understanding how sound organises social relations, belonging, spaces, economic activity, and transnational connections across cities. Using ethnographic mapping, I conceptualise leisure and sonic spaces (clubs, grocery shops, restaurants, churches, concerts, social and historical narratives) as urban infrastructure and argue that these sites function as informal yet important for the urban economy. Within Frankfurt, African popular music enables forms of sociality, economic exchange, and transnational networking that extend across Germany, Europe, and Africa. I approach Fújì both as a musical genre and as an analytical lens for interpreting African diasporic presence. Through its logic of composition, circulation and improvisation, Fújì offers a framework for understanding how migrant communities produce space, sustain livelihoods and articulate belonging in the city. Situated at the intersections of ethnomusicology, urban studies, migration studies, and anthropology, this project argues that migrant sound worlds are not peripheral to European cities but constitutive of their contemporary social and economic formations.
Acoustheology in Late Modernism
Warum ist Klang zu einer der dominierenden Metaphern der Spätmoderne geworden?
Von ASMR und Daten-Sonifikation bis hin zu ökologischer Theorie und Sozialphilosophie versprechen Musik und auditive Wahrnehmung zunehmend Verbindung, Immersion und Sinn. In This Is Not Music beschreibt Magdalena Zorn diese akustische Wende auf Grundlage des Konzepts der „Acoustheology“: einer Denkweise, in der Klang als Ersatz für Theologie fungiert und auf deren Basis Weltbilder, Ethiken und soziale Imaginationen entworfen werden.
Unter Rückgriff auf Musikgeschichte, Sound Studies, Philosophie und Medientheorie wird untersucht, wie Komponist:innen, Theoretiker:innen und Künstler:innen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts Musik zu einem grenzenlosen Erklärungsmodell ausgeweitet haben – häufig auf Kosten von Kritik, Distanz und Differenz. Das Buch stellt die weit verbreitete Feier von Resonanz, Vibration und klanglicher Verbundenheit in Frage und zeigt deren politische, epistemologische und affektive Implikationen auf. Was als Intimität und Gemeinschaftsgefühl erscheint, kann seiner These zufolge ebenso Konformität, Gehorsam und Ausschluss bedeuten.
Der Nachlass von Helmuth Osthoff, der von 1938–1963 Direktor des Instituts für Musikwissenschaft und Universitätsmusikdirektor der Goethe-Universität Frankfurt war, ging als Schenkung an das Institut für Musikwissenschaft. Im Rahmen eines Forschungsprojekts wird sein Wirken in Frankfurt während und nach der Zeit des Nationalsozialismus und damit ein wichtiger Abschnitt der Instituts- und Universitätsgeschichte aufgearbeitet.
Kontakt:
Prof. Dr. Magdalena Zorn
Dank der großzügigen Förderung durch die Georg und Franziska Speyer'sche Hochschulstiftung konnte die Notenrollen-Sammlung einer Audio-Emulation unterzogen werden und liegt nun im MP3-Format vor.
Kontakt:
Prof. Dr. Magdalena Zorn
Anna Dietrich
Email: muwi@em.uni-frankfurt.de
Tel: 069/798-22183
Fax: 069/798-28580
Raum 04.B111
Hauspostfach: 206
Öffnungszeiten:
Do. 9 – 12 Uhr
Auf studentische Initiative hat das Institut für Musikwissenschaft mit der Oper Frankfurt vereinbart, dass Studierende der Musikwissenschaft an der Goethe-Universität von nun an zu Vorstellungen der Oper Frankfurt an der Abendkasse 8 € statt 15 € für ein Ticket zahlen müssen. Details zu diesem Angebot finden Sie auf der > Seite der Institutsgruppe.
Der Online Studien Assistent (OSA) Musikwissenschaft bietet die Möglichkeit, das Fach und die Studienrealität besser kennenzulernen. Der Zugang ist auch ohne Registrierung möglich.
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Informationen über die Zulassungsvoraussetzungen finden Sie auf den Seiten zum Studienangebot der Goethe-Universität: