Projektbeschreibung

Grundlage: Die Wortschätze der Referenzwörterbücher

Die vier zu bearbeitenden Wortschätze werden den betreffenden Referenzwörterbüchern entnommen und ggf. mit weiteren Wörterbüchern verknüpft; zugrunde gelegt werden

  • für Althochdeutsch (rd. 28.500 Stichwörter, 8. bis 11. Jh.) das Althochdeutsche Wörterbuch von Jochen Splett; die Stichwortliste wird außerdem mit dem noch in Ausarbeitung befindlichen Althochdeutschen Wörterbuch der Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (= AWB, online) verknüpft;
  • für Altsächsisch/Altniederdeutsch (rd. 5.700 Stichwörter; 9. bis 12. Jh.) das Altsächsische Wörterbuch von Heinrich Tiefenbach (ASWB)
  • für Mittelhochdeutsch (rd. 85.000 Stichwörter 1050 bis 1500, davon rd. 50.000 Stichwörter bis 1350) die Gesamtlemmaliste des noch in Ausarbeitung befindlichen Mittelhochdeutschen Wörterbuchs (MWB, bis 1350; online), die auch den Wortschatz des Handwörterbuchs von Matthias Lexer (bis 1500; online) enthält und mit ihm verknüpft ist;
  • für Mittelniederdeutsch (rd. 80.000 Stichwörter, bis Anf. 17. Jh.) das Mittelniederdeutsche Handwörterbuch von Lasch/Borchling u.a. (MNWB). 


Online-Publikation und Verknüpfung der Referenzwörterbücher

Von den sechs Referenzwörterbüchern waren drei (AWB, MWB, Lexer) bereits online zugänglich im bzw. über das Trierer 'Wörterbuchnetz' (https://woerterbuchnetz.de), die drei weiteren wurden im Projekt digitalisiert und werden ebenfalls im Wörterbuchnetz publiziert: Anfang 2026 wurde das MNWB freigeschaltet, im Frühjahr 2026 folgt Jochen Spletts Althochdeutsches Wörterbuch, im Herbst 2026 das ASWB. Die Mittelhochdeutschen Wörterbücher sind bereits untereinander verknüpft, die anderen Verknüpfungen werden sukzessive im Projekt realisiert.


Wortbildungsmorphologische Analyse und Wortfamiliengliederung

Die vier Teilwortschätze werden durch geeignete halbautomatische Methoden vollständig hinsichtlich ihrer Wortbildung analysiert; das Ergebnis wird für jedes Wort in einer hierarchisierten Strukturformel festgehalten. Vorbild für die Wortfamilienstruktur, die im Projekt erarbeitet werden soll,  ist das Wortfamilienwörterbuch von  Jochen Splett zum Althochdeutschen.











Projektorganisation

An den Standorten Hamburg und Rostock wird das Mittelniederdeutsche bearbeitet, in Frankfurt Althochdeutsch, Altsächsisch und Mittelhochdeutsch, Trier publiziert die im Projekt digitalisierten Wörterbücher im Wörterbuchnetz, richtet die Datenbank ein und organisiert den Daten-Workflow zwischen den Standorten und der zentralen Datenbank.