Hier finden Sie aktuelle Nachrichten aus dem Institut. Schauen Sie auch auf unsere Veranstaltungsseite. Studierende der KAEE finden alle Informationen zur Durchführung ihres Studiums inkl. Fristen und Termine unter Im BA-Studium.
Wintersemester 2025/26
Liebe Mitglieder des KAEE-Instituts,
Zum Beginn des neuen akademischen Jahres laden wir alle Mitglieder des Instituts für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie – Lehrende, Forschende, Master- und Bachelorstudierende – herzlich zur allerersten jährlichen Soirée ein!
Dieses abendliche Zusammenkommen bietet die Gelegenheit, rollen- und themenübergreifend ins Gespräch zu kommen, den Semesterstart zu feiern, neue Gesichter willkommen zu heißen und uns als Gemeinschaft wieder miteinander zu verbinden. Durch informelle Gespräche, eine kurze Keynote von Tim Schütz, Getränke und einige leichte gemeinsame Übungen wollen wir darüber reflektieren, wer wir als Institut sind – und wer wir vielleicht werden könnten.
Lasst uns Bindungen (neu) knüpfen, Geschichten teilen und auf das kommende Jahr anstoßen. Wir freuen uns sehr auf Ihr/Euer Kommen!
Mehr über Tim Schütz erfahren Sie hier.
Sommersemester 2025
Sommersemester 2025
Hier finden Sie den Call für die Herbstakademie zum 100. Jubiläum des Neuen Frankfurt.
Die Veranstaltung im qis: https://tinygu.de/Herbstakademie2025VV
Die Herbstakademie
Während der Herbstakademie werden aktuelle stadt- und wohnpolitische Fragestellungen bearbeitet und diskutiert: Welche Lösungsansätze gibt es für eine gemeinwohlorientierte Wohnungs- und Bodenpolitik? Wie kann der aktuelle Bestand umgenutzt werden? Welche Infrastrukturen der urbanen Fürsorge brauchen wir? Und wie lassen sich Küchen vergemeinschaften? Die Herbstakademie sucht anhand der Begriffe „City / Care / Commons“ nach Perspektiven für eine ökonomisch, ökologisch und sozial gerechte Stadt.
Die Grundlage bietet das Neue Frankfurt, das 2025 sein 100-jähriges Jubiläum feiert. Es war Teil des Neuen Bauens und damit der Gestaltungsmoderne der 1920er Jahre, die von den politischen, gesellschaftlichen und gestalterischen Umbrüchen der Weimarer Republik geprägt ist. Innerhalb dieser breiten Bewegung gelang in den 1920er Jahren in Frankfurt am Main eine weitreichende städtebaulichen Transformation mit demokratischem Selbstverständnis: Ein umfassender Gestaltungsanspruch, eine breite Programmatik und der Versuch, die Bedürfnisse der Menschen ins Zentrum zu stellen, kennzeichnen das Neue Frankfurt. Denn die Gestaltung der Moderne wurde als demokratisches und soziales Engagement propagiert. Nicht nur das großangelegte Wohnungsbauprogramm und die Verkehrs- und Grünflächenplanung zählten dazu, sondern auch neue Ansätze im Produkt-, Interieur- und Kommunikationsdesign. Dabei wurde die ‚richtige' Lebens- und Wohnform von den Planer_innen top-down entwickelt: Die neue Wohnung für den neuen Menschen in einer neuen Welt. Das Neue Frankfurt gilt es daher auch kritisch zu befragen. Gleichzeitig können viele Ansätze des Neuen Frankfurts vor dem Hintergrund gegenwärtiger Herausforderungen der aktuellen Stadt-, Wohnungs-, Klima-, und Sozialpolitik weitergedacht werden.
Städtischer Raum ist durch unterschiedliche Interessen geprägt, wird im Konzept der Urban Commons aber als Gemeingut begriffen. Vorstellungen der Teilhabe, der Zusammenarbeit und der gemeinsamen Gestaltung stehen vielerorts im Kontrast mit ökonomischer Inwertsetzung. Das Konzept der Caring Cities, der sorgenden Städte, setzt sich mit einer sozialen und nachhaltigen Stadtentwicklung auseinander. (Sorge-) Bedürfnisse wie bezahlbarer, nachhaltiger Wohnraum, gemeinwohlorientierte Angebote und alltägliche Bedarfe der Sorgearbeit stehen im Zentrum der aktuellen Care-Krise.
Ausgehend von diesen beiden Konzepten, des Gemeinwohls und der Sorge, werden im Rahmen der Herbstakademie soziale, ökologische und ökonomische Entwicklungen der Stadt miteinander verbunden. Die Stadt wird einerseits als Siedlungsform der Zukunft und andererseits als Ort von Konflikten und Herausforderungen analysiert. Während der Herbstakademie werden nicht nur Brücken zwischen Vergangenheit und Zukunft geschlagen, sondern auch unterschiedliche Disziplinen und Perspektiven aus Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammengeführt. Mit den Begriffen „City / Care / Commons“ wird Ideen nachgegangen, wie ein Zusammenleben in Städten angesichts multipler Krisen zukünftig gelingen kann.
Die Herbstakademie schließt an aktuelle Ausstellungen im Rahmen vom Jubiläumsjahr 100 Jahre Neues Frankfurt an:
Was war das Neue Frankfurt? Kernfragen zum Stadtplanungsprogramm der 1920er Jahre (10.05.2025 – 11.01.2026, Museum Angewandte Kunst)
Yes We Care. Vom Neuen Frankfurt und der Frage nach dem Gemeinwohl (10.05.2025 – 11.01.2026, Museum Angewandte Kunst)
Alle Tage Wohnungsfrage. Vom Privatisieren, Sanieren und Protestieren (18.06.2025 – 01.02.2026, Historisches Museum Frankfurt)
Stadt Bauen Heute? Herausforderungen neuer Quartiere in Deutschland (28.06.2025 – 02.11.2025, Deutsches Architekturmuseum)
Was macht die Herbstakademie:
Mentor_innen:
Paola Alfaro – d'Alençon (Professur für Städtebau und Entwerfen im internationalen Kontext, Frankfurt University of Applied Sciences)Gabu Heindl (Professur für Bauwirtschaft und Projektentwicklung | ARCHITEKTUR STADT ÖKONOMIE, Universität Kassel)Folke Köbberling (Professur am Institut für Architekturbezogene Kunst, TU Braunschweig)Elke Krasny (Professur für Kunst und Bildung, Akademie der Bildenden Künste Wien)Renée Tribble (Professur für Städtebau, Bauleitungplanung und Stadtgestaltungsprozesse, TU Dortmund)
Bewerbung
Die Herbstakademie „City / Care / Commons – 100 Jahre Neues Frankfurt" lädt Personen aus unterschiedlichen Disziplinen und Feldern ein. Die Teilnahme steht allen Interessierten offen, unabhängig ihres (Fach-) Hintergrundes. Um eine fruchtbare und intensive gemeinsame Themenarbeit zu begünstigen, richtet sich diese Ausschreibung jedoch vornehmlich an fortgeschrittene Studierende in Masterprogrammen, an Promovierende und/oder an Aktive, die aus beruflichen oder persönlichen Gründen zu den Themen der Herbstakademie Vorerfahrung mitbringen. Bewerbungen sind willkommen insbesondere aus:
Geplant ist die intensive Arbeit in Seminargruppen bei den oben genannten Mentor_innen. Jedes Seminar hat eine Anzahl von Teilnehmer_innen von 10 bis max. 15 Personen. Nachmittags werden die Seminargruppen durch Exkursionen, Ausstellungebesuche und Workshops zusammengeführt. An den Abenden finden öffentliche Diskurs- und Kulturveranstaltungen statt.Die Teilnahme an der Herbstakademie ist kostenlos. Reise- und Unterkunftskosten werden von den Teilnehmer_innen selbst bezahlt. Die Organisator_innen bemühen sich um Unterstützung bei der Unterbringung zur Verringerung des Kostenaufwands für Teilnehmende. Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung mit der Beschreibung Ihrer inhaltlichen Schwerpunkte im Umfang von max. 2.000 Zeichen und ein kurzes CV von ca. 500 Zeichen bis zum 25.08.2025. Bitte geben Sie eine Erst- und Zweitwahl an, bei welche_r Mentor_in Sie während der Herbstakademie ein Seminar besuchen wollen: city-care-commons@stadt-frankfurt.de
Bei Fragen kontaktieren Sie bitte:
Eine Kooperation des Deutschen Architekturmuseums, Museums Angewandte Kunst, Historischen Museums Frankfurt mit Unterstützung der Stadt Frankfurt; akademische Partnerin: Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie (Goethe-Universität Frankfurt am Main)
* The seminars are also open to English-speaking participants. The supporting programme will be predominantly in German.
Sommersemester 2025
New Publication: Fabrics of Anthropological Knowledge by Hande Birkalan-Gedik and Fabiana Dimpflmeier, eds. Open Access. https://www.berghahnbooks.com/title/Birkalan-GedikFabrics. The volume has been made available under a CC BY (International) license thanks to the support of Georg und Franziska Speyer'sche Hochschulstiftung and the Open Access Publication Fund of Goethe University Frankfurt am Main.
Description: Weaving together a collection of original essays, this book looks at the transnational circulations of people, concepts and practices in anthropology, revealing the many ways that they cross borders. The essays focus on European anthropological traditions and beyond, including broader transnational interactions, to uncover the intricate fabrics of interconnected influences that have shaped anthropology. By presenting these diverse threads, the volume challenges the notion of singular, separated traditions of anthropology and demonstrates how the field has been shaped by a rich plurality of transnational connections, negotiations and entanglements in the past and today.