Timo Roßmann ist seit November 2025
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut. In Forschung und Lehre beschäftigt
er sich mit Praktiken der Wissensproduktion und deren Verknüpfung mit Politiken
des Zusammenlebens. Ein Schwerpunkt liegt dabei darauf, wie in den
Lebenswissenschaften (z. B. Biologie und Medizin) Erkenntnisse erzeugt werden,
aus welchen wissenschaftlichen Traditionen und mit welchen Technologien diese
Praktiken verfolgt werden und wie Versuche, natürliche Prozesse zu begreifen,
die institutionelle Regulierung von Körpern, Gesundheit und Ökosystemen prägen.
Gleichzeitig interessiert er sich für die Praxis sozialwissenschaftlicher
Forschung und die konzeptionelle und apparative Weiterentwicklung
ethnografischer Arbeitsweisen.
Er ist assoziierter Forscher im DFG-Graduiertenkolleg „Fixing Futures.
Technologies of Anticipation in Contemporary Societies“ und
promoviert am Institut für Ethnologie in Frankfurt bei Prof. Dr. Mirco Göpfert
mit einer Arbeit zur Infrastrukturierung der Wissensproduktion in der
biomedizinischen Auseinandersetzung mit Seltenen Erkrankungen. Er ist Mitglied
bei der Deutschen
Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie (DGSKA) und der European Association for the Study of Science and
Technology (EASST).
Timo Roßmann hat an der Goethe-Universität in
Frankfurt Soziologie mit Nebenfach American Studies (B.A.) sowie Gender Studies
(B.A.-Zertifikatsprogramm) studiert und parallel dazu als studentische
Hilfskraft am Institut für Soziologie gearbeitet (Abteilung Wissen – Technik –
Umwelt). Danach schloss er in Frankfurt das Studium der Science and Technology
Studies (M.A.) und Gender Studies (M.A.-Zertifikatsprogramm) ab.
Nach seinem Studium war er Lehrbeauftragter
an unserem Institut, bis er 2022 eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter
am Institut für Ethnologie antrat. Dort hat er im Bereich der Science and
Technology Studies geforscht, das hochschuldidaktische Qualifizierungsprogramm
abgeschlossen und im Rahmen von zwei HMWK-geförderten Initiativen — ELLVIS und Go_Flex — Projekte
zur Entwicklung von ethnografischen Forschungsübungen koordiniert. Mehr
Informationen dazu hier.
Science and Technology Studies
Körper und Gesundheit
Klassifikation und Standards
Wissensinfrastrukturen
Feministische Ansätze
An der Goethe-Universität Frankfurt:
SoSe 2025
Theory of
Collaborative Fieldwork (B.A. Ethnologie)
WiSe 2024/25
Research Methods (B.A.
Ethnologie)
SoSe 2024
Collaborative
Ethnographies: Disciplines, Devices, Decoloniality (M.A. Sozial- und
Kulturanthropologie, M.A. Soziologie, M.A. Science and Technology Studies)
WiSe 2023/24
Collaborative Research
Methods (B.A. Ethnologie)
SoSe 2023
Theory of
Collaborative Fieldwork (B.A. Ethnologie)
WiSe 2022/23
Einführung in die Wissenschafts- und
Technikforschung (B.A. Ethnologie)
SoSe 2022
Research Design (M.A.
Science and Technology Studies)
Writing Lab (M.A.
Science and Technology Studies)
WiSe 2021/22
Tiny Agents (M.A.
Science and Technology Studies)
Einführung in die Kulturtheorien (B.A.
Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie)
SoSe 2021
Writing Lab (M.A.
Science and Technology Studies)
WiSe 2020/21
The Technopoetics of
Modernity: 'No ideas but in things' (M.A. Science and Technology Studies)
Übersetzung:
Boellstorff, Tom (2023): Digitale
Anthropologie neu denken, in: Kulturanthropologie Notizen 85: 20–40. https://doi.org/10.21248/ka-notizen.85
(Übersetzung des Beitrags: Boellstorff, Tom
(2021): Rethinking Digital Anthropology, in: Geismar, Haidy/Knox, Hannah (Hgs.)
(2021): Digital Anthropology. 2. Auflage. London/New York: Routledge, 44–62.)